Die Räumlichkeiten:
Herzstück ist die rustikal-gemütlich eingerichtete Gaststube, in der viele Bilder an die Geschichte des Hauses erinnern und von wo aus man einen Blick ins Sudhaus werfen kann. Außerdem gibt es vier verschiedene Gesellschaftsräume: 150 Personen haben Platz im Sudhaussaal, der sich durch die große gläserne Kuppel, große Gemälde und die Mischung aus dunklen Hölzern mit hellen Farbtönen auszeichnet. Das Bankett bietet in drei recht schlicht gehaltenen und miteinander verbundenen Räumen rund 60 Gästen Raum. Für kleinere Feiern mit bis zu 35 Personen eignet sich das Schlüsselstübchen, das durch zahlreiche Spiegel und die erhaltenen historischen Dachbalken viel Charme versprüht, allerdings nicht so sehr an ein rustikales Brauhaus erinnert. 40 Personen passen in die Hopfenstube. An schönen Tagen kann man entweder direkt auf der Bolkerstraße sitzen und stehen - oder etwas abseits des Trubels vor der gegenüber liegenden Neanderkirche.
Die Karte:
Auf "de Speisekaat" haben neben den deftigen Klassikern mittlerweile auch einige leichtere Speisen Einzug gehalten. So gibt es neben "Himmel und Erde" (8,90 Euro), Sauren Nieren mit Kartoffelpüree (9,90 Euro) oder Eisbein auf Weinsauerkraut (13,80 Euro) auch Salatteller. Spezialitäten des Hauses sind aber weiterhin die "Schlüssel-Krüstchen" - Schweineschnitzel mit Bratkartoffeln, Spiegelei und Salat für 11,90 Euro - oder der Rheinische Sauerbraten in Rosinensauce und Mandelsplittern, mit Kartoffelkloß, Apfelrotkohl und Apfelmus für 13,90 Euro. Sehr beliebt auch die täglich wechselnden Eintöpfe. Mittwochs beispielsweise gibt es Grüne Bohnen, donnerstags Linsen und am Freitag Fischsuppef. Auch an de kleenen Besucher wurde gedacht: Es gibt Pommes, Würstchen und Schnitzel mit Bratkartoffeln. Für den kleinen Hunger eignen sich die Bierhappen. Zum guten Schluss kann man zwischen Kille-Vanille (Vanilleeis mit Killepitschsauce, 5,20 Euro), Apfelstrudel oder - sehr leckerer - hausgemachter Roter Grütze wählen. Das Glas Alt kostet im Schlüssel 1,70 Euro, die Cola im 0,2-Liter-Glas schlägt mit 1,80 Euro zu Buche. Und es gibt sogar einige offene Weine.
Besonderheiten:
Am letzten Mittwoch im März und am letzten Mittwoch im Oktober wird "Stike-Alt" ausgeschänkt, das seinen Ursprung bei den Mönchen hat, die in der Fastenzeit versuchten, die fehlende feste Nahrung durch ein stärkeres und nahrhafteres Bier zu ersetzen. Da es den Mönchen aber nicht erlaubt war, ein solches Bier zu brauen, taten sie dies heimlich, also "stikum". Es ist als Starkbier eingebraut (13,5 Prozent Stammwürze, 6 Prozent Vol. Alkohol) und kräftig gehopft. Die Vergärung erfolgt bei hohen Temperaturen und die kalte Lagerung dauert mindestens zwei Wochen.