Pünktlich zum 125-jährigen Bestehen des Wuppertaler Zoos im Jahr 2006 wird nicht nur eine neue, ebenfalls naturnah gestaltete, Außenanlage für die Gorillas eröffnet, auch die Brillen-Pinguine, die bis dahin in einem der letzten Schandflecken des Zoos lebten, erhalten endlich ein Wohlfühl-Gehege. Das Areal ist einem Ausschnitt der südamerikanischen Küste nachempfunden und durch drei große Unterwasser-Scheiben können die Besucher die Tiere beim Schwimmen und Tauchen beobachten. Oft kommen die "Brillis" ganz dicht an die Scheiben und scheinen mit den Besuchern flirten zu wollen. 2009 erhielten auch die Königspinguine ein neues, schönes Gehege. Den Tieren stehen eine Landfläche von etwa 100 Quadratmetern und ein Becken mit etwa 220 Kubikmetern Wasserinhalt zur Verfügung. Der besondere Clou dieser Anlage ist ein 15 Meter langer Acrylglastunnel unter der Wasseroberfläche. Diese bei Pinguinen weltweit einmalige Attraktion bietet faszinierende Einblicke in die Unterwasserwelt der Pinguine.
Stolz ist Zoodirektor Ulrich Schürer auch auf das 2007 eröffnete Erweiterungsgelände des Zoos im Nordwesten des Areals. Auf vier Hektar Fläche wurden riesige Anlagen für die Sibirischen Tiger und die Löwen gebaut, die nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Besucher attraktiv sind. So gelangt man beispielsweise durch einen unterirdischen Gang zu einem Spähfelsen mitten im Löwengehege. Wer sich lieber einen Überblick von oben verschafft, kann dies von einem Beobachtungsturm tun. Und nur wenige Monate nach der Einweihung der neuen Anlage hat Löwin Malaika im Herbst 2007 zwei gesunde Löwen-Kinder auf die Welt gebracht: Aketi und Aru.
Außerdem gibt es im Wuppertaler Zoo noch ein kleines Aquarium, ein Reptilienhaus und Eisbären und viele andere tierische Bewohner. Wenn in den nächsten Jahren auch noch die letzten Gehege aus alten Zeiten (z.B. die der Wölfe und Raubkatzen) Neubauten weichen, dann ist der Wuppertaler Zoo endgültig im 21. Jahrhundert angekommen und ein lohnenswertes Ausflugsziel für alle Düsseldorfer.
Von Philipp Oeller