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Afrika ist nicht mal 'ne halbe Stunde entfernt




Vieles wurde im Wuppertaler Zoo in den vergangenen Jahren neu gebaut – beispielsweise der Eingangsbereich und die Brillenpinguin-Anlage.
Fotos: Duesseldorf-Magazin.info

Afrika liegt etwa 15 Kilometer von Düsseldorf entfernt. Alaska übrigens auch. Und Südamerika ebenfalls. Man muss noch nicht einmal in den Flieger steigen, sondern einfach nur der Autobahn A46 in Richtung Wuppertal folgen. Und wenn sich der Verkehr mal nicht staut, gelangt man in weniger als einer halben Stunde in das Reich von Elefanten, Eisbären & Co. Der Wuppertaler Zoo ist, sieht man einmal vom benachbarten Kölner Ausland ab, der älteste Zoo in der Region und zieht nach heute Jung und Alt an. Grund genug für einen Duesseldorf-Magazin.info - Ausflugstipp.

Wuppertaler Zoo

Hubertusallee 30
42117 Wuppertal

Telefon: (0202)5633600
Internet: www.zoo-wuppertal.de

Öffnungszeiten während der Sommerzeit: 8.30 bis 18 Uhr, sonntags (bei guter Wetterlage) bis 18.30 Uhr; in der Winterzeit 8.30 bis 17 Uhr
Eintrittspreise: Erwachsene 8 Euro; Schüler, Studenten, Azubis, Inhaber von VRR-Abotickets, Wehr- und Zivildienstleistende 7 Euro; Kinder (vier bis 16 Jahre) 4 Euro. Es gibt außerdem verschiedene  Kleingruppenkarten.  Eine Jahreskarte kostet  für Erwachsene  40 Euro, ermäßigt 35 Euro, für Kinder 20 Euro.


Die Geschichte des Wuppertaler Zoos reicht bis 1879 zurück. Ab dem 5. Dezember besagten Jahres konnten die Elberfelder Bürger – von Wuppertal war damals noch nicht die Rede – für 300 Mark pro Stück Aktien der Gesellschaft Zoologischer Garten erwerben. Nach langwierigen Standortdiskussionen eröffnete der Zoologische Garten im September 1881 mit 34 Tieren, darunter einem Bären und einem Wolfspaar. Der Eintritt betrug für Erwachsene 50 Pfennig.

Heute, über 125 Jahre später, müssen Erwachsene 8 Euro zahlen. Dafür hat sich der Tierbestand aber auch nahezu ver-150-facht. Mittlerweile leben rund 5000 Tiere auf dem 24 Hektar großen Areal in Hanglage am Wuppertaler Stadion. Aus der Gründungszeit steht noch heute das Gebäude der Zoo-Gaststätte im Eingangsbereich. Ansonsten hat man im Wuppertaler Zoo in jüngerer Vergangenheit massiv in die Zukunft investiert. Noch vor rund 15 Jahren dominierten kleine Gehege und Käfige mit Gittern sowie Beton. Wenig attraktiv und nicht mehr zeitgemäß für Besucher und weit entfernt von einer artgerechten Tierhaltung, wie sie heute definiert wird.



Die Elefantenparade ist nur eine der täglichen Trainingseinheiten für die Dickhäuter.
Foto: Duesseldorf-Magazin.info

Das "neue Zeitalter" im Wuppertaler Zoo hat 1993 begonnen, als am 5. November eine große Freiflughalle für Vögel eröffnet wird. Zwei Jahre später folgt die neue Elefantenanlage, die in Anwesenheit des damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau am 14. Oktober eingeweiht wird. Mit einer Außenfläche von rund 3.000 Quadratmetern und weiteren 1350 überdachten Quadratmetern ist sie die bis dahin größte Anlage im Wuppertaler Zoo und eine der modernsten Elefantenanlagen Europas. Dass sich die Tiere in ihrem Zuhause wohl fühlen, zeigen die Zuchterfolge der vergangenen Jahre. Im Juni 2005 kommt mit der kleinen (damals 106 Kilogramm schwer und 87 Zentimeter hoch) Bongi der erste Wuppertaler Elefanten-Nachwuchs zur Welt. Nur vier Monate später kann der Wuppertaler Zoo eine zweite Elefanten-Geburt verkünden: Der kleine Kibo freundet sich sofort mit seiner Halbschwester Bongi an und fortan toben die beiden, sehr zur Freude der Besucher, regelmäßig über die Anlage. Mittlerweile sind Kibo und Bongi nicht mehr die Kleinen im Elefantenhaus. Im Juli 2007 kommt Tika auf die Welt und im Januar 2008 hat auch Sweni ihr erstes Kalb geboren. Der Nachwuchs Nummer 4 hört (manchmal) auf den Namen Tamo. Die nun neun Tiere umfassende Elefantengruppe wird von den Pflegern täglich gefordert - ob in der Elefantenparade oder mit anderen Trainingseinheiten. Was Tika mit ihren Geschwistern, den großen Dickhäutern und den Pflegern erlebt, kann man im Blog www.tika-online.de nachlesen.

Seit 2002 kann man im Wuppertaler Zoo den Tapiren sogar beim Baden zusehen. Im ehemaligen Elefantenhaus wurde im Mai die neu gestaltete Heimat der mittelamerikanischen Tiere eröffnet - mit großen Beobachtungsscheiben.



Die kleine Julia.
Foto: Duesseldorf-Magazin.info

Naturnah und gitterlos – so leben seit 2003 die Orang Utans in Wuppertal. Ihre 640 Quadratmeter große Außenanlage ist ein Geschenk des sehr aktiven Zoo-Vereins. Aus einer Höhle heraus und von einem Beobachtungsstand aus können die Besucher die Menschenaffen beobachten. Und häufig machen sich die Affen einen Spaß daraus, die Rollen umzudrehen. Dann nämlich sitzen sie vor den Scheiben und beobachten interessiert die Besucher. Apropos Affen: Liebling von Besuchern und Pflegern ist derzeit Julia. Das kleine Klammeraffen-Mädchen ist im Januar 2008 auf die Welt gekommen, wurde aber von ihrer Mutter nicht angekommen. Nun ziehen Pfleger Julchen, unter den Augen der Besucher im Affenhaus, auf.

Seit 2004 haben auch die Kodiakbären ein frisch renoviertes Zuhause. Der Badeplatz wurde an eine besser einsehbare Stelle verlegt und die Besucher können die Bären aus einem überdachten Unterstand heraus beobachten. Auch hier sind die sichtbaren Gitter Glas gewichen, wodurch ein ganz anderer Gehegeeindruck entstanden ist.




Die Seelöwen sind ein wenig neidisch auf das riesige neue Areal der Tiger.
Fotos: Duesseldorf-Magazin.info

Pünktlich zum 125-jährigen Bestehen des Wuppertaler Zoos im Jahr 2006 wird nicht nur eine neue, ebenfalls naturnah gestaltete, Außenanlage für die Gorillas eröffnet, auch die Brillen-Pinguine, die bis dahin in einem der letzten Schandflecken des Zoos lebten, erhalten endlich ein Wohlfühl-Gehege. Das Areal ist einem Ausschnitt der südamerikanischen Küste nachempfunden und durch drei große Unterwasser-Scheiben können die Besucher die Tiere beim Schwimmen und Tauchen beobachten. Oft kommen die "Brillis" ganz dicht an die Scheiben und scheinen mit den Besuchern flirten zu wollen. Noch 2008 sollen dann auch die Königspinguine, die derzeit im Übergangsquartier leben, ein neues, schönes Gehege beziehen können. Gleich nebenan leben die Seelöwen.

Stolz ist Zoodirektor Ulrich Schürer auch auf das 2007 eröffnete Erweiterungsgelände des Zoos im Nordwesten des Areals. Auf vier Hektar Fläche wurden riesige Anlagen für die Sibirischen Tiger und die Löwen gebaut, die nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Besucher attraktiv sind. So gelangt man beispielsweise durch einen unterirdischen Gang zu einem Spähfelsen mitten im Löwengehege. Wer sich lieber einen Überblick von oben verschafft, kann dies von einem Beobachtungsturm tun. Und nur wenige Monate nach der Einweihung der neuen Anlage hat Löwin Malaika im Herbst 2007 zwei gesunde Löwen-Kinder auf die Welt gebracht: Aketi und Aru, die seither ihr Revier erkunden, wenn sie nicht gerade faul in der Sonne liegen.

Außerdem gibt es im Wuppertaler Zoo noch ein kleines Aquarium, ein Reptilienhaus und Eisbären und viele andere tierische Bewohner. Wenn in den nächsten Jahren auch noch die letzten Gehege aus alten Zeiten (z.B. die der Wölfe und Raubkatzen) Neubauten weichen, dann ist der Wuppertaler Zoo endgültig im 21. Jahrhundert angekommen und ein lohnenswertes Ausflugsziel für alle Düsseldorfer.

Von Philipp Oeller



Info (Fütterungszeiten)


Aktuelle Fütterungszeiten Besonders beliebt bei den Besuchern sind die Schaufütterungen der Tiere – wenn Pinguine und Seelöwen nach Fischen tauchen und sogar die Löwen aktiv werden.

...zu den aktuellen Fütterungszeiten



Info (Anreise / Anfahrt)


Dort ist es – und so kommt man hin

Zur besseren Orientierung gibt es auf Duesseldorf-Magazin.info auch einen interaktiven Kartenausschnitt, auf dem der Wuppertaler Zoo eingezeichnet ist. 

...Kartenausschnitt Zoo Wuppertal



Foto: Pixelio.de/Müller

Anreise- und Parktipps

Der Wuppertaler Zoo hat auf einer informativen Seite alle wichtigen Tipps für Anreise und das Parken zusammengestellt. Übrigens: Die Zoo-Parkplätze sind gebührenfrei.

...mehr zu Anreise / Parken am Zoo





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