Kleine Geschichte:
Mit der Geschichte der Obergärigen Hausbrauerei "Uerige" könnte man nicht nur eine virtuelle Seite auf Duesseldorf-Magazin.info füllen, sondern ein ganzes Buch. Schließlich wird in dem Haus in der Düsseldorfer Altstadt, in dem sich Mitte des 18. Jahrhunderts zunächst eine Kaiserliche Reichs-Fahrpost befunden hat, später dann verschiedene Gasthöfe sowie ein Weinlokal Speis, Trank und Übernachtungsmöglichkeiten anboten, bereits seit 1862 Bier gebraut. Am 4. Januar übernahm Wilhelm Cürten, der den Spitznamen "ueriger Willem" (schlecht gelaunter Wilhelm) trug, den "Bergischen Hof" an der damals noch verkehrsreichen Straße und fing sogleich an, im Keller obergäriges Bier zu brauen. Bis 1912 blieb das Haus im Besitz der Familie Cürten, dann kaufte der bekannte Braumeister Jean Keller, der den Uerigen zuvor bereits gepachtet hatte, das Haus mit der inzwischen stattlichen Brauerei-Ausstattung. Der nächste Besitzer hieß Rudolf Arnold, der ab 1937 die Uerige-Geschichte für 40 Jahre prägen sollte und die durch den Krieg völlig zerstörte Brauerei zunächst wieder aufbaute und später dann Stück für Stück erweiterte. Seit 1976 ist das "Uerige" im Besitz der Familie Schnitzler, seit 1999 führt der diplomierte Ingenieur Michael Schnitzler die Geschäfte.
Räumlichkeiten:
Im Uerige-Gebäudekomplex gibt es mittlerweile unterschiedlichste Räumlichkeiten, die größtenteils, wenn sie nicht von Gruppen reserviert sind, für den allgemeinen Uerige-Konsum freigegeben sind. Dazu gehört unter anderem die gemütlich-rustikale Hans-Müller-Schlösser-Stube, die im Erdgeschoss bis zu 30 Personen Platz bietet, die zünftige Handwerkerstube ("Sauna"), in der man ob der zahlreichen Holzschnitzereien von Zunftzeichen und legendären Figuren schnell in die Düsseldorfer Geschichte eintaucht oder aber das moderner eingerichtete Brauhaus mit den großen glänzenden Kupferkesseln. An manchen Wochenenden im Winter kann man allerdings froh sein, wenn man noch einen Stehplatz im Gang erwischt. Im Sommer hingegen sind die (Steh-)Tische vor dem Uerige besonders beliebt.