Vor allem Modellbau-Freunde kommen gerne in das Schifffahrtsmuseum. Sie interessiert weniger der im Keller des Turmes dargestellte Aspekt der Trinkwassergewinnung oder die Artenvielfalt der Rheinfische – sie kommen in den Schlossturm, um die dort ausgestellten rund 120 Schiffsmodelle unter die Lupe zu nehmen. Fachkundig wird vor den Vitrinen über die technische Umsetzung diskutiert und es werden Notizen für eigene Projekte gemacht.
Vom Einbaum bis zum Containerschiff ist fast alles zu sehen. Auch die verschiedenen Antriebsvarianten wie Segel, Treideln, Dampf- oder Motorkraft werden aufgezeigt. Interessant für Landratten und Fahrensmänner zugleich ist der Ausstellungs-Bereich, der sich dem Leben auf einem Binnenschiff widmet.
Eine Multimediashow begleitet den Besucher vom mittelalterlichen Düsseldorf bis zur heutigen Landeshauptstadt und lässt ihn die Stadt-, Hafen- und Schifffahrtgeschichte nacherleben.
Weiter oben im Turm wird vor der großen Düsseldorf-Karte, auf der aktuelle und eingestellte Fährverbindungen sowie die Brücken eingezeichnet sind, in Erinnerungen geschwelgt. "Weißt du noch, als bei uns die Fähre fuhr...?!", fragt ein älterer Besucher seine Frau. "Jaja - bis dann die Brücke kam... Hatte ich schon ganz vergessen", antwortet sie. Von den einst so zahlreichen Fährverbindungen über den Rhein sind nur noch die Autofähren in Kaiserswerth und Urdenbach übrig geblieben.
Abgerundet wird das Museums-Angebot durch 1200 Abbildungen und maritim angehauchte Gemälde.
In der Laterne, dem Café im obersten Stockwerk des Schlossturms, kann man bei einem fantastischen Blick über den Rhein und die vorbeiziehenden Schiffe den Besuch im Schlossturm, der ob der begrenzten Fläche leider schon relativ schnell zu Ende ist, ausklingen lassen, bevor man über die Treppe den Abstieg zum Burgplatz angeht.