Manch einer, der das Haus betreten durfte, wunderte sich zunächst: Ein Schauspielhaus ohne Logen oder Ränge war genau so ungewöhnlich wie die variable Bestuhlungsmöglichkeit im Kleinen Haus... Seltsam, seltsam...
Heute weiß man: Diese Entscheidungen waren richtig und wegweisend für ein neues Zeitalter des Theaters. Beide Häuser, die unterschiedlicher kaum sein könnten, haben im Laufe der Zeit viele Freunde - weit über die Stadtgrenzen Düsseldorfs hinaus - gewonnen. Dazu beigetragen haben sicherlich auch viele Inszenierungen unter der Generalintendanz von Anna Badora (1996 bis 2006), die zumeist den Spagat zwischen klassisch und experimentell geschafft hat. Seit der Spielzeit 2006/2007 ist Amélie Niermeyer Generalintendatin des einst (1905) von Louise Dumont und Gustav Lindemann an der Karl-Theodor-Straße eröffneten Düsseldorfer Schauspielhauses.