Großes Theater auch im kleinen Haus  |  | |  An der Architektur des Schauspielhauses scheiden sich noch heute die Geister.
Foto: Duesseldorf-Magazin.info
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Düsseldorfer Schauspielhaus Gustaf-Gründgens-Platz 1 40211 Düsseldorf
Karten-Telefon: (0211) 369911 Internet: www.duesseldorfer-schauspielhaus.de
Vorstellungen: siehe Spielplan Eintrittspreise: Großes Haus zwischen 13 und 36 Euro, zwischen 21 und 45 Euro bei Premieren und bei Aufführungen der Preisklasse B zwischen 19 und 41 Euro. Schüler Azubis und Studenten: 7/9 Euro. Kleines Haus zwischen 13 und 32 Euro (Normalpreis), 21 und 41 Euro (Premieren) bzw. zwischen 19 und 37 Euro (Preisklasse B). Schüler, Azubis und Studenten zahlen 7 Euro. Bei Sonderveranstaltungen teilweise andere Preise.
Was wohl Gustaf Gründgens über den 1970 eröffneten Neubau des Düsseldorfer Schauspielhauses an dem Platz, der sogar seinen Namen trägt, gesagt hätte?! Hätte der große Schauspieler, der nach dem Zweiten Weltkrieg Generalintendant im notdürftig reparierten Opernbau und im viel zu kleinen Theaterhaus an der Jahnstraße (ab 1951) war, das rund 40 Millionen Mark teure Gebäude einfach nur hässlich gefunden oder hätte er die - zumindest für damalige Verhältnisse - moderne Eleganz zu schätzen gewusst. Man wird es leider nie erfahren. Der berühmte Sohn der Stadt Düsseldorf verstarb sieben Jahre vor der Eröffnung des Neubaus.
Hätte Gründgens noch gelebt, hätte er vermutlich über die Ereignisse rund um die Eröffnung des Hauses am 16. Januar 1970 den Kopf geschüttelt. Unter dem Motto "Bürger in das Schauspielhaus – schmeißt die fetten Bonzen raus" wurde vor dem von der Polizei abgeriegelten Gebäude lautstark demonstriert und gegen die geschlossene Gesellschaft geladener Ehrengäste gewettert. Die ohnehin schon kritische Haltung der Protestler gegenüber traditionellen Kulturinstitutionen hatte durch die Tatsache, dass im freien Verkauf keinerlei Karten für die Eröffnungsvorstellung zu bekommen waren, einen neuen Höhepunkt erreicht. Es gab Verletzte und mehr als 20 Personen wurden festgenommen.  |  | |  Das Schauspielhaus vom Hofgarten aus betrachtet.
Foto: Duesseldorf-Magazin.info
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Manch einer, der das Haus betreten durfte, wunderte sich zunächst: Ein Schauspielhaus ohne Logen oder Ränge war genau so ungewöhnlich wie die variable Bestuhlungsmöglichkeit im Kleinen Haus... Seltsam, seltsam...
Heute weiß man: Diese Entscheidungen waren richtig und wegweisend für ein neues Zeitalter des Theaters. Beide Häuser, die unterschiedlicher kaum sein könnten, haben im Laufe der Zeit viele Freunde - weit über die Stadtgrenzen Düsseldorfs hinaus - gewonnen. Dazu beigetragen haben sicherlich auch viele Inszenierungen unter der Generalintendanz von Anna Badora (1996 bis 2006), die zumeist den Spagat zwischen klassisch und experimentell geschafft hat. Seit der Spielzeit 2006/2007 ist Amélie Niermeyer Generalintendatin des einst (1905) von Louise Dumont und Gustav Lindemann an der Karl-Theodor-Straße eröffneten Düsseldorfer Schauspielhauses. 

Info (Spielplan) Aktueller Spielplan
Den aktuellen Monatsspielplan des Düsseldorfer Schauspielhauses finden Sie natürlich auch hier.
... zum Spielplan des Schauspielhauses 

Info (Anfahrt / Anreise) | Dort ist es – und so kommt man hin
Zur besseren Orientierung gibt es auf Duesseldorf-Magazin.info auch einen interaktiven Kartenausschnitt, auf dem das Schauspielhaus eingezeichnet ist.
...Kartenausschnitt Schauspielhaus |


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