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 - Mehrere Pendelbuslinien verbinden die rund 40 Kulturstätten miteinander.
Auch der am Abend einsetztende Regen konnte den Besuchern der 8. Nacht der Museen am 19. April die Laune nicht verderben. Rund 23.000 Kultur-Fans pilgerten bis 2 Uhr nachts durch die Stadt, um die Düsseldorfer Kultureinrichtungen einmal ganz anders zu erleben. Duesseldorf-Magazin.info-Redakteur Philipp Nieländer war ebenfalls auf den Beinen.
Kurz nach 19 Uhr - die Kultur-Tour durch Düsseldorf startet am Grabbeplatz, wo die Schlange vor "K20" bereits um zwei Ecken reicht. Weil dieser Teil der Kunstsammlung NRW wegen Um- und Ausbauarbeiten eine Woche später für längere Zeit schließt, wollen sich viele Kunst-Freunde die Chance, noch einen letzten Blick auf die Meisterwerke zu werfen, nicht entgehen lassen. Das bunt gemischte Trüppchen, das ich an diesem Abend begleite, entscheidet sich, abgeschreckt von der Wartezeit, für eine Planänderung: Mit dem Pendelbus geht's in Richtung Filmmuseum.
Dort hält sich der Besucheransturm noch in Grenzen. Ohne Wartezeit geht es hinein in die Welt der Requisiten, Filmkameras und Kostüme. Nach und nach wird Etage um Etage der verwinkelt angelegten Ausstellung in Augenschein genommen.
 - Nächtlicher Ausflug in die Welt des Films.
Nach rund einer halben Stunde hat man zumindest einen ersten Eindruck über das Museum gewonnen - das ist das erklärte Ziel des Abends. "Wir haben uns entschieden, uns nicht jedes Museum ausführlichst anzuschauen, was wegen der Menschenmassen auch recht schwierig wäre, sondern Eindrücke zu sammeln, die ausreichen, um zu entscheiden, ob man mal an einem normalen Tag wiederkommen sollte", erklärt Sophie Meyer. Ihr Fazit des Filmmuseums: Ganz nett, aber auch nicht besonders spektakulär.
Zu Fuß zieht das Grüppchen die Rheinuferpromenade entlang zu "KIT - Kunst im Tunnel". In dem ungenutzten Abschnitt des Rheinufertunnels stellen junge Künstler, oft Absolventen der Kunsthochschule, aus. Zu sehen sind, nach etwa 15 Minuten Wartezeit vor dem Eingang, unter der Erde die Skulpturen von sieben Bildhauern. "Die Ausstellung ist ganz nett, das Ambiente ist toll - hat sich gelohnt", resümiert Sophies Freund Jan.
 - Karneval und Schiffe – nur wenige Gehminuten voneinander entfernt im Haus des Karnevals und im Schlossturm.
 - Foto: Duesseldorf-Magazin.info
Das Haus des Karnevals ist das nächste Ziel im Tourenplan, der erst im Laufe des Abends nach und nach "erarbeitet" wird. Schon aus der Entfernung hörbar ist die Band "Alt Schuss", die an der Zollstraße 9 den Karneval in den April verlegt. Auf mehreren Etagen werden in dem liebevoll restaurierten Haus aus dem 17. Jahrhundert Sammelstücke, von Orden über das Prinzenoutfit bis hin zu Programmheften aus den 50er Jahren, präsentiert. Jürgen Rieck, Geschäftsführer des Comitees Düsseldorfer Carneval, begrüßt die Besucher persönlich - nette und kompetente Comitee-Mitglieder liefern kurzweilig und unaufdringlich Karnevals-Geschichten und Anekdoten.
Während ein Teil der Gruppe etwas essen möchte, zieht es den anderen Teil zum Schlossturm, wo das Schifffahrtsmuseum beheimatet ist. Die Schlange vor der Tür sieht länger aus, als sie eigetlich ist - Wartezeit knapp 10 Minuten - das ist erträglich. Nicht nur die zahlreichen Schiffsmodelle und anderen Exponate entschädigen für das Anstehen, sondern auch der Blick auf das nächtliche Düsseldorf aus der "Laterne" des Turms. Mittlerweile ist es 22.20 Uhr.
 - Gesang und Tanz beim "ARTigen Zwischenstopp" am Hauptbahnhof.
Nun soll in "ARTiger Zwischenstopp" eingelegt werden - und damit ist nicht nur die fast halbstündige Fahrt mit Shuttlebussen zum Hauptbahnhof gemeint. Nach der "Odyssee mit der roten Linie" ist die ehemalige Gepäckaufbewahrung unter den Gleisen Ziel der Gruppe. Dort präsentiert sich das Projekt "Düsseldorf ist ARTig" - ein junger und kreativer Ideenwettbewerb der Landeshauptstadt und der Vodafone Stiftung. Pünktlich zum Beginn der Livemusik ist die Gruppe um Sophie und Jan in den ansonsten nicht zugänglichen Räumen. "Wow - super Stimmen", lautet das einhellige Urteil über die jungen Musiker.
Während ein Teil der Gruppe noch weiter zum Aquazoo möchte, beschließt der andere, auf die schmerzenden Füße zu hören, und die Museums-Nacht in einem Café ausklingen zu lassen. Rund um die Bolkerstraße mischen sich Museumsgänger mit betrunkenen Junggesellensbschiedlern - eine kuriose Atmosphäre. Im "Balthasar" endet dieser kulturell wertvolle und lustige Abend bei einer heißen Schokolade und mit dem Fazit: Nächstes Jahr ist man wieder dabei - dann stehen andere Museen auf dem Plan.
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