Über den Palais-Innenhof gelangt man in das idyllische, kleine Theater mit 98 Plätzen - in eine Welt der Poesie und Phantasie, in eine Welt, in der man weder Fernseher noch Computer vermisst. Im Repertoire des Marionetten-Theaters befinden sich 19 abendfüllende Inszenierungen unterschiedlichster Art, sie wenden sich vor allem an Erwachsene und - je nach Werk - auch an Kinder ab 8 Jahren. "Dabei wird kein Menschentheater im Kleinen angestrebt, sondern versucht, die besonderen Möglichkeiten des Figurentheaters auszuschöpfen", erklärt Puppenspielerin und Dramaturgin Sandra Zydek. Das fünfköpfige Spielerensemble bewegt in den meisten Aufführungen von drei Führungsbrücken aus die an bis zu zwei Meter langen Fäden aufgeschnürten Marionetten. In einigen Stücken stehen die Puppenspieler mit ihren an kurzen Fäden geführten Figuren aber auch sichtbar auf der Bühne. Je nach Inszenierung wird die Spieltechnik durch Tischmarionetten, Schatten- und Flachfiguren, Masken etc. ergänzt. Alles, was auf der Bühne zu sehen ist, entsteht weitgehend in den Werkstätten des Theaters nach Entwürfen des künstlerischen Leiters Anton Bachleitner. "Ziel ist es, ein lebendiges und zeitgemäßes Figurentheater für Erwachsene und Kinder mit höchstem künstlerischem Anspruch zu verwirklichen", so Sandra Zydek.
Mit über 800 Vorstellungen steht „Der Wunschpunsch“ von Michael Ende ganz oben in der Gunst des Publikums, dicht gefolgt von Mozarts Oper „Die Zauberflöte“. Neben dem festen Spielbetrieb im eigenen Haus mit jährlich ca. 230 Vorstellungen führen Gastspielreisen das Theater über Europas Grenzen hinaus bis nach Kanada, Japan, Russland und Indonesien.Das Düsseldorfer Marionetten-Theater wird aus Mitteln der Landeshauptstadt Düsseldorf und vom Land NRW gefördert und ist Mitglied bei der Weltorganisation der Puppenspieler UNIMA sowie beim Verband Deutsche Puppentheater e.V..