Literaturbüro NRW e.V.
Bilker Straße 5
40213 Düsseldorf
Telefon: (0211)8284590
Internet: www.literaturbuero-nrw.de
Jahrhunderte alte Rahmen an den Wänden, antike Möbel, Kronleuchter und ein für Antiquariate typischer Büchergeruch – das Rahmenmuseum Conzen scheint die ansprechende Atmosphäre für ein Büro der Literatur zu bieten. Michael Serrer, der Leiter des Literaturbüros NRW e.V., betrachtet die leeren Rahmen des Museums als Assoziationsgegenstände – Gedanken könnten in sie hineinprojiziert und eingerahmt werden.
Von diesen kreativen Einfällen der Literaturbüroler können sich die Besucher der zahlreichen Projekte und Veranstaltungen überzeugen. Der Verein fördert die regionale Literaturszene und den Austausch mit anderen Künsten. Er organisiert Lesungen mit europäischen Autorinnen und Autoren in Kooperation mit Buchhandlungen, Botschaften, Museen, literarischen Vereinen, der Staatskanzlei und dem LCB und engagiert sich in der Autorenweiterbildung und -beratung. Die Mitarbeiter des Literaturbüros konzipieren und organisieren zudem landesweite Tagungen, stellen internationale Autoren auf Lesereisen vor und ermöglichen Dialoge zwischen den Künsten.
Die Unterstützung literarischer Laien und professioneller Schreiber und Schreiberinnen war zur Zeit der Gründung 1980 die Hauptaufgabe des Vereins. Bereits zu beginn war klar, dass diese Tätigkeit nicht die Lektoratsarbeit ersetzen sollte. So entwickelten die Mitarbeiter des Literaturbüros Schreibwerkstätten, Angebote für Freizeitautoren und ein Weiterbildungsprogramm für Schriftsteller und Schriftstellerinnen. Heute stehen die Beratung bezüglich der Verlagssuche und Kurse wie Drehbuchschreiben oder Krimiworkshops im Vordergrund.
Einige Autoren begleiten das Literaturbüro bereits seit Jahren. Dazu gehören Christoph Peters, Selim Özdogan, Liane Dirks, Ingrid Bacher, Martin Baltscheit, Horst Eckert, Peter Philipp und viele mehr.
Die Veranstaltungsorganisation kam erst einige Jahre später hinzu, hat sich in den letzten 28 Jahren jedoch fest etabliert. Aktuelle Projekte sind beispielsweise „Europa erlesen“, „Heimspiel. Lange Nacht der Düsseldorfer Literatur“, „Kopfweide. Junge Literaturtage“ oder das deutsch-niederländische Literaturfestival „Literarischer Sommer“. Neben den großen Veranstaltungen mit Festivalcharakter haben die kleinen, leisen Abende besonderen Charme. Ein Glas Wein zum Autorengespräch nach der Lesung lockt so manchen Literaturliebhaber regelmäßig in das Bürgerpalais aus dem 18. Jahrhundert.
Von Madlen Kazmierczak