Untersuchungen haben ergeben, dass nur rund ein Drittel der Käufer auf der Kö aus dem Großraum Düsseldorf kommt, zwei Drittel jedoch aus aller Welt. Und fragt man einen Messebesucher oder Geschäftsreisenden, was man während eines kurzen Aufenthalts in Düsseldorf unbedingt gesehen oder getan haben sollte, wird man wohl häufig hören: Altbier trinken und auf der Königsallee shoppen gehen. Susanne Asbrand-Eickhoff vom Modehaus Eickhoff hat in einem Interview (das komplette Interview ist im Kö-Guide 2008 nachzulesen) versucht, eine Erklärung dafür zu finden, warum sich die Königsallee zur Modemeile entwickelt hat: "Weil auf der Königsallee nicht nur Mode gekauft, sondern Mode auch interpretiert und getragen wird." Und in der Tat gleicht die Königsallee oft einem Laufsteg – gehässige Menschen würden sagen: einem Laufsteg der Eitelkeiten. Wer sich die Zeit nimmt, ein paar Minuten auf einer der Bänke oder in einem Straßencafé zu verweilen, wird innerhalb kurzer Zeit viele der neuesten Kollektionen der Top-Designer zu sehen bekommen – und die fertigen Werke der auf der Königsallee niedergelassenen Schönheitschirurgen. Da stöckelt eine End-Fünfzigerin, getrimmt auf Anfang 40 – die Leine des Mini-Hündchens in der einen Hand, in der anderen die Tüten namenhafter Modelabels – zu ihrem Sportwagen, da geht ein Pärchen, Er Mitte 70, Sie Anfang, höchstens Mitte 30, platinblond gefärbt mit riesiger Sonnenbrille, in Richtung Prada, auf der Straße braust geräuschvoll ein knallroter Ferrari entlang – das ist die Königsallee.
Auch wenn mittlerweile die Kaffee-Kette "Starbucks" auf der Königsallee Einzug gehalten hat, so schwören die meisten Kö-Gänger doch auf einen Besuch im Café Heinemann (Königsallee 30/Kö Center) oder bei Leysieffer (Königsallee 44).