Die anderen Räume, die sich über insgesamt drei Etagen verteilen, sind nicht weniger interessant. So kann man beispielsweise die Fotos aller Prinzenpaare, und Gemälde der CC-Präsidenten, darunter auch der mittlerweile verstorbene Museumsinitiator Günter Pagalies, sehen. Alte Programmhefte und Liederbücher laden zu einer Zeitreise ein. Besonders beliebt auch die detailgenauen Zeichnungen diverser Rosenmontagszug-Wagen von Jacques Tilly und die Mützen aus verschiedenen Epochen.
Im Ordensraum stehen die Besucher oft minutenlang und starren an die Decke. Dort nämlich hängen tausende Orden verschiedenster Gesellschaften - hinter Glas außerdem die begehrten Prinzenorden mehrerer Sessionen. Im "Giftschrank" findet man außerdem Blech aus der benachbarten Domstadt.
Kürzlich ist das Haus des Karnevals um eine Institution reicher geworden: Im dritten Stock befindet sich nun das neue Medienzentrum. In Zusammenarbeit mit dem WDR hat man mehr als 300 Videokassetten von Karnevalssitzungen, Rosenmontagszügen, Interviews mit jecker Prominenz und närrische Hintergrundinformationen gesichtet und ist nun dabei, das Material nach und nach elektronisch zu erfassen und multimedial aufzubereiten, so dass Besucher die Beiträge in Originallänge oder in Ausschnitten einsehen können.
Von Philipp Nieländer