Die Präsentation der Kunstwerke ist offen und dynamisch: In wechselndem Rhythmus wandelt sich das Bild des Museums für die Besucher kontinuierlich. Gezeigt wird ein vielfältiges Panorama von Sammlungs- und Ausstellungseinheiten. Dazu gehören solche Arbeiten, die die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in den letzten Jahren selbst erwerben konnte, wie etwa Skulpturen von Thomas Schütte, Fotografien von Bernd und Hilla Becher, Andreas Gursky, Candida Höfer, Thomas Ruff, Thomas Struth und Jeff Wall. Geradezu programmatische Bedeutung für den Charakter von K21 besitzen die Rauminstallationen von Marcel Broodthaers und Nam June Paik. Broodthaers‘ "Section Publicité, Musée d’Art Moderne, Departement des Aigles" aus dem Jahr 1972 ist ein Werk, das sich mit der Funktion des Museums, mit den von ihm betriebenen Festschreibungen, mit dem Status von Original, Kopie und Reproduktion auseinandersetzt. Broodthaers‘ virtuoser Umgang mit visuellen und sprachlichen Zeichen übt weiterhin einen starken Einfluss auf Künstlerinnen und Künstler der nachfolgenden Generationen aus.
In eine andere, für K21 ebenfalls programmatische Richtung, zielt Nam June Paiks "TV Garden" von 1977. Die Rauminstallation besteht aus einem dicht gefügten Arrangement von Pflanzen und Fernsehgeräten: Unterhaltung und Massenkultur erscheinen als farbige Blütenpracht. Auf den Bildschirmen ist das mit Hilfe eines Video-Synthesizers entwickelte Programm "Global Groove" zu sehen, eine Collage aus dokumentarischen Sequenzen, Fernsehzitaten und künstlerischen Videos. Naturhafte und mediale Eindrücke verbinden sich in "TV Garden" zu einer utopischen Synthese.