Langsam können auch Düsseldorfer, die sich nicht für Kunst interessieren, mit dem Begriff "K20" etwas anfangen und wissen mittlerweile, dass es sich dabei weder um einen neuen Club im Medienhafen, noch um eine chemische Formel handelt. Das war 2002 noch ganz anders. In diesem Jahr wurde die 1961 gegründete und seit Mitte der 80er Jahre am Grabbeplatz beheimatete "Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen" in "K20" umbenannt und durch "K21" im Ständehaus ergänzt. "K20" steht für "Kunst des 20. Jahrhunderts" - und genau diese ist am Grabbeplatz zu sehen. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt dabei in der westeuropäischen und amerikanischen Moderne. Besonders stolz ist man auf hervorragende Einzelwerke von Pablo Picasso (Zwei sitzende Frauen) und Joseph Beuys (Palazzo Regale, die letzte Installation, die der Künstler 1985 vor seinem Tod angefertigt hat). Allein von Paul Klee besitzt die Kunstsammlung an die 100 Arbeiten, darunter auch das bekannte Werk "Kamel in rhythmischer Baumlandschaft". Auch Werke von Andy Warhol und Jackson Pollock sind am Grabbeplatz zu sehen.
Im Juli 2010 wurde die Kunstsammlung K20 nach rund zweijährigen Umbau-, Erweiterungs- und Sanierungsarbeiten wiedereröffnet. Das Gebäude wurde um zwei neue Hallen erweitert. Dadurch vergrößerte sich die Ausstellungsfläche auf 5000 Quadratmeter.